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Freispruch für Hausbesetzer*innen

23.8.2010 – Heute fand ein Verfahren gegen 4 Leute statt, die vom 31.10.-01.11.2010 die ehemalige Gebrüder Grimm Schule in der Scheibenstraße besetzt haben sollen. Trotz Anhörung von 3 Zeugen konnte den Angeklagten die Tat nicht nachgewiesen werden. Der Prozess wurde von vielen Interessierten beobachtet, die teilweise sogar stehen mussten. Nach Verlesung der Prozesserklärung der Angeklagten (siehe unten) gab es lautstarken Beifall aus dem Publikum. Dieser verärgerte allerdings den Richter Teklenbourg so sehr, dass er einige der BeobachterInnen des Saales verwies und andere BeobachterInnen den Prozess nur unter den Tischen verfolgten konnten.

Prozesserklärung:
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[Versetzt-Besetzung] Ebenfalls Einstellung des Verfahrens gegen 2.-ten Beschuldigten!

Nun ist es also auch im zweiten Strafverfahren, wegen der Besetzung des Kulturcafes Versetzt und zweier weiterer Häuser an der Grevener Straße zu einer Einstellung des Verfahrens gekommen. Dem entsprechend fällt der Gerichtstermin am kommenden Freitag, den 20.11. um 10 Uhr flach.

Im März diesen Jahres wurden bei der martialischen Räumung dreier besetzter Häuser 2 Menschen im Nachbargarten festgenommen und stellvertretend für die gesamte Freiraum-Bewegung in Münster angeklagt. Nach einer Einstellung im Oktober vor dem Amtsgericht Warendorf war es nun anscheinend auch dem zuständigen Gericht in Münster zu riskant ein öffentliches Verfahren, in dem in jedem Fall besonders der maßlos übertriebene Polizeieinsatz thematisiert worden wäre, zu riskieren. Unabhängig davon hätte sich das Gericht mit einer Verurteilung in der Öffentlichkeit keinen Gefallen getan, da die Besetzerinnen und Besetzer, der über drei Monate besetzten Häuser, eine fast ausnahmslos positive Presse für ihre Anliegen hatten.
Unabhängig von den Repressionsbemühungen an der Grevener Straße zeigte sich die Bewegung für ein Soziales Zentrum in Münster in den folgenden Monaten mit 2 neuerlichen Besetzungen alles andere als abgeschreckt!
Wir begrüßen die Einstellung der Verfahren gegen die Angeklagten!

Besetzung in Münster beendet

Nach dem gelungenen Freiraumwochenende in der leerstehenden Gebrüder-Grimm-Schule haben wir uns dazu entschlossen das Gebäude wieder zu verlassen. Dies hat nichts damit zu tun, dass die Münsteraner_innen besetzungsmüde geworden sind. Ganz im Gegenteil, wir konnten das Wochenende mit vielen Menschen, spannenden Vorträgen und Diskussionen sowie einem gelungenen Konzert mit Guts Pie Earshot verbringen. Das macht Mut für neue Projekte.

Dennoch war unser Ziel mit dieser Besetzung vor allem ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen an den Rat der Stadt Münster, dass wir noch da sind und weiter für ein Soziales Zentrum kämpfen werden, mit allen uns legitim erscheinenden Mitteln.

Allein in diesem Jahr haben wir in Münster an 107 Tagen Häuser besetzt und dort versucht unsere Vorstellung von einem Freiraum umzusetzen. Der Fokus bei dieser Wochenendbesetzung lag auf inhaltlicher Arbeit und Diskussion über politische Grundfragen, welche in den letzten Besetzungen leider häufig hinter den anstrengenden organisatorischen Aspekten auf der Strecke blieb.

Wir denken es ist uns erneut eindrucksvoll gelungen zu zeigen, dass wir uns von der Repression, die vor allem auf die Besetzung des „Versetzt“ folgte nicht einschüchtern lassen und uns auch die aggressive Abrisspolitik nicht abschreckt.

Wir freuen uns auf das Jahr 2010!

Freiraumwochenende in besetztes Haus verlegt!

Im Rahmen des für die Baracke angekündigten Freiraumwochenendes haben wir heute Morgen erneut ein Haus besetzt. Die ehemalige Gebrüder-Grimm-Schule in der Scheibenstraße 114 (http://maps.google.com/maps?oe=UTF-8&sourceid=navclient&gfns=1&q=google%20maps&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wl)
steht seit längerem leer und eignet sich hervorragend als Freiraum um Politik und Kultur zu verbinden.

Samstag und Sonntag finden verschiedene Vorträge und Workshops zu Themen von Antisexismus über Homophobie im Reggae bis hin zu politischem Veganismus statt zu denen ihr herzlich eingeladen seid. Den Samstag Abend leitet die Band Guts Pie Earshot ein, danach machen wir Party mit verschiedenen Djanes. Morgens gibt es Brunch, abends warmes Essen gegen Spende.

In den letzten zwei Jahren wurden sich mit allein vier Besetzungen in Münster immer wieder temporäre Freiräume erkämpft.

Freiräume, in denen die unterschiedlichsten Menschen zusammen gekommen sind und gemeinsam gekämpft haben.
Freiräume, in denen Kultur und Politik gemacht wurden – ohne über die nächste Miete nachdenken zu müssen.
Freiräume, die wir uns genommen haben – ohne zu fragen, ohne zu betteln.
Freiräume, in denen Utopien ausprobiert wurden, denn natürlich stoßen in ihrer Umsetzun immer wieder an unsere eigenen Grenzen. Reproduzieren häufig das, was wir kritisieren und reiben uns an unserem eigenen Anspruch.

Pünktlich zum Einstand des neuen Rats der Stadt Münster möchten wir die Ratsmitglieder an diesen nach wie vor ungelösten Konflikt erinnern.

Kommt vorbei, diskutiert und feiert mit uns!

Buslinien ab Bahnhof: 1 (Richtung Amelsbüren), 5 und 9 (Richtung Hiltrup) bis Königsweg

Fußweg (ca. 20 Minuten): links aus dem Bahnhof, Von-Steuben-Straße geradeaus, Friedrich-Ebert Straße, von der geht ganz am Ende die Scheibenstraße links ab.

31.10.-01.11. Freiraumwochenende in Münster – Achtet auf Ankündigungen!

Samstag 31.10.2009, 11:00 Uhr bis Sonntag 01.11.2009, 15:00 Uhr in der Baracke, Achtet auf Ankündigungen.
Mit Workshops, Vorträgen und abends Vokü und Konzert mit Guts Pie Earshot!
Ort und weitere „TopActs“ werden noch bekannt gegeben.

In den letzten 2 Jahren wurden sich mit allein 4 Besetzungen in Münster immer wieder temporäre Freiräume erkämpft. Freiräume, in denen Kultur und Politik gemacht wurden – ohne über die nächste Miete nachdenken zu müssen. Freiräume, die wir uns genommen haben – ohne zu fragen, ohne zu betteln. Freiräume, in denen Utopien ausprobiert wurden, denn natürlich stoßen wir in ihrer Umsetzung auch immer wieder an unsere eigenen Grenzen, reproduzieren häufig das, was wir kritisieren und reiben uns am eigenen Anspruch. Frei- Raum zu haben heißt noch nicht gleich frei zu sein. Und weil bisher in besetzten Häusern in Münster bisweilen die Zeit und Ruhe fehlten, Themen, die zu Freiräumen dazu gehören, zu besprechen, gibt es vom 31.10.09 – 1.11.09 ein Freiraumwochenende, an dem wir von A wie Antirepressionstipss und Antisexismus über S wie soziale Kämpfe in der Stadt und Selbstverteidugung bis V wie politischer Veganismus informieren wollen. Außerdem gibt es veganen Brunch, Vokü sowie Konzert und Filme.

Das Program im einzelnen:

Am Samstag:
11.00 Uhr Brunch
12.oo Uhr Vortrag zu politischem Veganismus
14.00 Uhr Gibt es linksradikale Weicheier? Der Versuch eines Vortrags zu Gender + Sexismus
16.00 Uhr Selbstverteidigungsworkshoo
18.00 Uhr Vokü – Essen für alle
20.00 Uhr Konzert mit Guts Pie Earshot

Am Sonntag:
11.00 Uhr Brunch
12.00 Uhr Jonglage-Workshop
14.00 Uhr Aktivist_innen 1×1

Räumung + Demo

In den frühen Morgenstunden des 30.6.09 wurde das besetzte Haus am Mittelhafen durch eine Hundertschaft geräumt !!! Gegenwärtig macht die Stadt bzw. ihre Tochterunternehmen das, was sie über Jahre schon praktizieren: Sie zerstören erhaltenswerte und nutzbare Gebäude aus politischem und wirtschaftlichem Interesse !

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Tag X

Am Tag der Räumung, die immer droht, findet um 18Uhr ein Treffen auf dem Platz vor den Stadtwerken/Borchert Theater/ Cineplex statt.

Scheinbesetzungen in der ganzen Stadt

In der Nacht von Sonntag auf Montag haben die BesetzerInnen des Gebäudes Am Mittelhafen (Q8) an rund 20 leerstehenden Gebäuden sowie Brücken Transparente angebracht (Beispielsweise: „Zentrum= 0€, Räumung und Einsatz= unbezahlbar). Sie wollten damit ihren Bedarf nach einem Sozialen Zentrum erneut Ausdruck verleihen. Sie wollten zeigen, dass es in Münster ausreichend Leerstand gibt und dass eine erneute Räumung somit den Konflikt keinesfalls lösen wird, da weitere Besetzungen folgen werden.
Haus am Aasee
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Q8 akut räumungsbedroht!

Am Freitag den 12.06.2009 wurde pünktlich zum Beginn des Hafenfestes ein leer stehendes Bürogebäude am Hafen, das Q8 besetzt. Es befindet sich am Mittelhafen auf Höhe des großen Krans. Schon in den ersten Tagen wurde damit begonnen ein Soziales Zentrum aufzubauen: es gab Konzerte, Parties, Filme Workshops,…
Nach der Besetzung der Uppenbergschule 2000, der Grevenerstraße 59 2007 und der Grevenerstr. 55-51 inklusive des Infoladens Versetzt, wird nun einmal mehr auf das Fehlen eines Sozialen Zentrums in Münster und die unsoziale Stadtpolitik aufmerksam gemacht.
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Die Besetzung, der erste Tag

der Büroteil von vorne
Die Besetzung startete pünktlich zum parallel auf der gegenüberliegenden Kanalseite stattfindenden Hafenfest mit einem Hardcorekonzert und anschließender Elektroparty. Sogar einige Hafenfestbesucher_innen kamen rüber und schienen sich auch recht wohl zu fühlen.

Die Polizei fiel durch Provokationen auf, da sie den ganzen Tag immer wieder auf das Gelände fuhr und sinnlos rumstand. Auch sehr offensive Zivibullen waren anwesend, obwohl die Polizei in der Presse verkündet hatte, dass sie aktuell keinen Handlungsbedarf sieht. Die Eigentümerinnen des Hauses, die Stadtwerke Münster, eine Tochterfirma der Stadt, wollen sich erst am Montag zusammensetzen um zu beraten, wie mit der Besetzung weiter umgegangen werden soll. Sie könnten es uns einfach überlassen, da die nächsten zwei Jahre nichts damit geplant ist und es danach abgerissen werden soll. Zwei Jahre lang ein großes Soziales Zentrum wäre ein riesen Schritt für Münster.

Heute Abend findet eine Queerparty in der Halle statt (das Gebäude besteht eigentlich aus zwei Gebäuden, einem Bürokomplex und einer Halle), das Wochenprogramm ist noch in Planung und folgt erst noch.

Kommt vorbei und feiert mit uns, dass wir endlich wieder ein Zentrum haben! Und zwar auch endlich mal eins in dem wir unsere Vorstellungen umsetzen können!

die halle rechts, der kanal und das hafenfest

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